Gastspiel in Jülich

Maberzell vor mentaler Hürde beim Schlusslicht

Auf Maberzell und Ruwen Filus wartet eine Pflichtaufgabe in Filus.
Archivfoto: Jonas Wenzel (Yowe)

24.10.2019 / FULDA - Auf den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell wartet ein Spiel, in dem die Erwartungshaltung eine ganz klare ist: Am Sonntag (15 Uhr) gastiert der Tischtennis-Bundesligist beim TTC Jülich, der punktlos am Ende der Tabelle liegt und bereits im Vorjahr zuverlässiger Punktelieferant war. Für Maberzell zählt daher nur ein Sieg.

"Das ist eine Pflichtaufgabe und wir erwarten einen Pflichtsieg, im Normalfall einen klaren", weiß TTC-Vizepräsident Claus-Dieter Schad, dass sich die Mannschaft von Trainer Qing Yu Meng in Jülich keine Blöße geben darf. Im besten Fall soll ein 3:0-Erfolg stehen, in jedem Fall aber ein souveräner Erfolg gelandet werden. Denn der Vorjahres-Aufsteiger blieb trotz seiner Nullrunde der Bundesliga erhalten, profitierte davon, dass aus der 2. Bundesliga kein Verein ins Oberhaus wagen wollte.

In diesem Jahr wird es aller Wahrscheinlichkeit nach wieder Absteiger geben, vermutlich sogar zwei. "Deshalb müssen wir frühzeitig die nötigen Punkte sammeln, um die Abstiegszone zu distanzieren", sagt Schad. Mit den eingeplanten Punkten fünf und sechs wäre dem TTC ein erstes Polster gelungen. Zwar hat Jülichs Robin Devos bereits zwei Einzelsiege feiern können, die größere Aufgabe auf Maberzell wartet aber wohl im psychischen Bereich.

"Wenn du in Düsseldorf als Außenseiter antrittst, spielst du ganz anders und traust dir mehr zu. Gehst du als Favorit in ein Spiel, hast du einen ganz anderen emotionalen Druck", sagt Schad und hofft, dass der TTC mit Ruhe und Selbstbewusstsein beim Schlusslicht agiert. Schließlich könne der TTC den Schwung aus den letzten Begegnungen gegen Grenzau und Düsseldorf mitnehmen.

"Wir haben Grenzau klar geschlagen und auch in Düsseldorf uns sehr gut verkauft. Darauf können wir aufbauen", sagt Schad, der beim Kroaten Tomislav Pucar einen Formanstieg erkannt hatte und Eigengewächs Fan Bo Meng, der jüngst seinen ersten Bundesligasieg feierte, wichtige Erfahrungswerte gegen Timo Boll attestierte. Zwar trauerte Maberzell den verpassten Satzbällen zum 2:0 von Ruwen Fils und Pucar hinterher, in Jülich soll das aber keine Rolle mehr spielen. Schließlich soll die Pflichtaufgabe souverän gelöst werden. (the) +++