Markus Röhner pachtet Teilfläche

Kalkkiesgrube in Malkes vom Tisch - Veit Küllmer zieht Bauantrag zurück

Das gelb markierte Gelände sollte Kalkkiesgrube werden...
Archivbild O|N

13.10.2017 / FULDA - Seit Wochen sind die Anwohner des Fuldaer Stadtteils Malkes bezüglich der geplanten Kalkkiesgrube in Aufruhr, die dort entstehen soll. Unterschriftenaktionen und Bürgerversammlungen fanden statt, die Gründung einer Interessengemeinschaft „lebenswertes Malkes“ ist in Planung. Am heutigen Donnerstag dann der Paukenschlag, die von Veit Küllmmer geplante Kalkkiesgrube ist vom Tisch:

Ursprünglich wollte der Bauunternehmer Veit Küllmer am Ortsrand von Malkes eine Kalkkiesgrube betreiben. Mit den entsprechenden Grundstücksbesitzern hatte er Pachtverträge geschlossen. Die beiden Grundstücksbesitzer hatten in den vergangenen Tagen Küllmer gebeten, aus den Verträgen wieder herauszukommen. "Diesem Wunsch habe ich entsprochen", sagte Küllmer gegenüber OSTHESSEN|NEWS. Gleichzeitig bestätigte Küllmer, dass er den Bauantrag zurückzieht. "Malkes ist mir wichtiger als der Kalkkies", sagte Küllmer gegnüber O|N.

Eine Teilfläche hat inzwischen Markus Röhner (Geschäftsführer der R+S AG und unmittelbarer Anwohner) gepachtet, wie er in einer Pressemitteilung am Donnerstagmittag verlauten ließ:

Das für die Kalkkiesgrube geplante Gebiet teilt sich in zwei Grundstücke. Das größere Grundstück, circa 60 Prozent der geplanten Fläche der Kalkkiesgrube, wurde nun von Markus Röhner für die nächsten 20 Jahre gepachtet. Heute Mittag unterschrieben Herr Gärtner (Besitzer des Grundstücks) und Herr Röhner den Pachtvertrag unter notarieller Beurkundung, heißt es in der Pressemitteilung von Markus Röhner.

"Schade, ich hätte gerne dazu öffentlich diskutiert. Die Interessengemeinschaft lebenswertes Malkes ist mit mir nicht in Kontakt getreten, es hat niemand mal zum Telefonhörer gegriffen", sagte Küllmer. Ihm liege Malkes aber nach wie vor am Herzen. "Ich hoffe, dass sich Malkes nun neu findet und sich wieder eint", sagte der Bauunternehmer auch im Hinblick auf die 750 Jahrfeier des Fuldaer Stadtteils im nächsten Jahr. (Hans-Hubertus Braune) +++