Spitzenspiel in Hünfeld

Wird Lehnerz II wieder zu Petersbergs Schicksalsspiel?

Schaffte damals beim TSV Lehnerz II die Kehrtwende: Rolf Gollin und sein RSV Petersberg
Archivbild: Tobias Herrling

12.10.2017 / FUSSBALL - Die eine Mannschaft will sich im Mittelfeld der Verbandsliga festsetzen, die andere braucht einen Sieg, um endlich den Keller zu verlassen. Die Rede ist vom TSV Lehnerz II und dem RSV Petersberg. Auf der anderen Seite der Tabelle, nämlich im oberen Drittel, kommt es zum Spitzenspiel zwischen dem Hünfelder SV und dem SSV Sand – ein Treffen von alten Bekannten.

Hünfelder SV – SSV Sand (15:30 Uhr)

Beide Mannschaften starten mit derselben Ausgangslage in den 13. Spieltag der Verbandsliga Nord. Das Spiel zwischen dem HSV und dem SV Weidenhausen fiel genauso ins Wasser wie die Partie zwischen dem SSV Sand und Aufsteiger Kaufungen. „Es hat sich also weder etwas an den Vorrausetzungen, noch tabellarisch etwas geändert“, erklärt Mario Rohde, Abteilungsleiter beim HSV.

Obwohl, einen kleinen Unterschied gibt es: Dnn der HSV spielt nun nicht mehr gegen den Liga-Primus, sondern gegen den Zweiten. Die SG Johannesberg überholte nämlich die Sander am letzten Spieltag und steht nun zwei Punkte vor der Wefringhaus-Elf.

Zurück zum Spiel. „Es wird für uns eine riesen Aufgabe gegen Sand. Sie haben eine super Truppe und sind seit Jahren oben mit dabei“, erklärt Rohde, der ebenso die Arbeit von SSV-Coach Peter Wefringhaus lobt. Neun Gegentore haben die Sander diese Saison erst kassiert und vereits 35 Tore geschossen. Die Zahlen sprechen für sich.

„Wir müssen sehen, dass wir die wenigen Torchancen, die wir bekommen werden, auch reinmachen“, so Rohde über die Defensive der Nordhessen, „und vorne da fackelt Sand auch nicht lange. Sie sind konterstark und wir wissen, was für eine starke Mannschaft zu uns kommt.“ Nicht mit dabei sein werden die Langzeitverletzten Tarek Belaabi und Niklas Wahl sowie Nils Wenzel, der sich einen Außenbandriss zuzog.

TSV Lehnerz II – RSV Petersberg (Sonntag, 15 Uhr)

9. Oktober 2016: Rolf Gollin steht nach seiner Rückkehr als RSV-Trainer wieder an der Seitenlinie und siegt. Der damalige Gegner? Der TSV Lehnerz II. 2:0 heißt es am Ende für die Gollin-Elf und der Grundstein für ein weiteres Jahr in der Verbandsliga wurde gelegt. Nach diesem Sieg hat der RSV damals neun Punkte.

Ein Jahr später stehen die Petersberger auf dem 16. Tabellenplatz und haben zehn Punkte. Die Ausgangslage? Fast wie vor einem Jahr. Jetzt stellt sich die Frage: Wird Lehnerz II wieder zu Petersbergs Schicksalsspiel? „Letztes Jahr haben wir Petersberg geholfen“, so TSV-Trainer Sedat Gören, der den nächsten Gegner seiner Mannschaft als „unberechenbar“ einstuft.

„Manchmal haben sie eine guten Tag und gewinnen gegen Weidenhausen und dann verlieren sie gegen Aufsteiger Mengsberg.“ Den Mengsbergern schenkte der RSV übrigens ihren ersten Saisonsieg. Doch Sedat Görens Mannschaft ist gut drauf und will sich im Tabellenmittelfeld etablieren. „Schade, dass das Spiel letzte Woche ausgefallen ist. Anstatt zu spielen, haben wir dann am Sonntag trainiert. Meine Mannschaft ist trotzdem gut drauf“, so Gören. (fvo) +++