Begonnen, durchgehalten und beendet

„Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte sichern die Wirtschaftlichkeit der Apotheken“

Die 10 PKA nach bestandener Prüfung mit Lehrkräften...
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17.06.2017 / FULDA - Mit „Sie haben die Ausbildung begonnen, drei Jahre durchgehalten und beendet“ -beglückwünschte Christof Günther, als Vertreter der Apotheken, die 10 jungen Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten (PKA) zu ihrer bestandenen Prüfung, in den Räumlichkeiten über der Bärenapotheke. Günther, Inhaber der Löwen- und Bären-Apotheke, hatte die jungen Frauen wie auch ihre Lehrkräfte und die Abteilungsleiterin in festlich geschmückte Räume - gegenüber der Stadtpfarrkirche, über seiner Apotheke- zu einer feierlichen Verabschiedungsfeier eingeladen.

Er erinnerte, dass der Beginn der Ausbildung für die eine oder andere Auszubildende sicherlich nicht einfach war. „Ein strenger Apotheker, unbekannte Rezepturen, Fachbegriffe in Latein - das war bis heute ein bestimmt harter Weg“. Für den Apotheker ist die PKA eine wichtige Stütze der Apotheken. „Sie übernimmt oft die Telefonkommunikation und damit ein hohes Maß an Verantwortung, Aufträge dürfen nicht vergessen werden und die Präzision bei Terminen ist von der PKA verlässlich einzuhalten“. Christof Günther berichtete, dass als einmal die PKA in seiner Apotheke krank war - er durchaus vor großen Problemen stand. „Warensendungen - an Hand des Handbuchs - zu strukturieren, richtig zuzuordnen ist für den Ablauf einer Apotheke sehr wichtig“. Zum Abschluss wünschte er den jungen Frauen, dass sie Freude daran haben ‚am Gelingen der Apotheken weiter maßgeblich beteiligt zu sein‘.

„In einer Zeit, wo Zukunft weitaus weniger vorhersehbar ist, als noch vor einigen Jahren“ gratulierte Abteilungsleiterin Angelika Bott-Werner den Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten zu ihren sehr guten und guten Ergebnissen der Prüfung am Tag zuvor. „Ein wichtiger Abschnitt in Ihrem Leben wurde von Ihnen erreicht, worauf Sie aufbauen können und der eine gute Basis für folgende Fort- und Weiterbildungen ist“ Da Studien prognostizieren, dass ein Mensch durchaus zwei oder drei unterschiedliche Berufe in seinem Arbeitsleben ausübt, sind weitere Qualifikationen anzustreben. Bei der PKA bietet sich eine 2 1/2 jährige PTA-Ausbildung an, der Beruf der Kosmetikerin oder bei einem, Abitur, FOS-Abschluss, auch eine Studium der Pharmazie oder Ernährungswissenschaften.

Auf dem Hintergrund von Kriegen, Terroranschlägen -weltweit, aber auch in London, Paris und Berlin- forderte die Studiendirektorin die jungen Frauen -mit einem Zitat von Barack Obama- auf: „Jetzt ist die Zeit neue Brücken zu bauen und mutig den direkten Kontakt zu Menschen -egal welcher Hautfarbe und Nationalität- zu suchen, um sich an dem Ziel einer friedlichen Welt zu beteiligen“.

Zu Beginn der feierlichen Überreichung der Zeugnisse durch die Klassenlehrerin Petra Mengling-Schmidt, Studienrat Boris Krieg und Christian Riehl lobte die Klassenlehrerin die ehemaligen Schülerinnen ‚als positiv lebhaft, engagiert und bei der Durchführung von unterschiedlichen Projekten, Studienfahrten immer sehr interessiert.“ Unter anderem besuchte die Klasse einen Großhandel und die PTA-Schule in Würzburg, die Braun Melsungen AG, ein deutsches Pharma- und Medizin-Unternehmen mit Sitz in in Melsungen und die Apotheke des Klinikums Fulda. Eine Inkontinenz-Fortbildung fand ebenso statt wie Marketingaktionen am ‚Tag der offenen Tür‘ in der Eduard-Stieler-Schule, wo Lippenstifte hergestellt wurden und die Kosmetikberatung der PKA’s ein Highlight für die Schülerinnen der Schule war.

Im Rahmen des Lernfelds 6 >Sortiment gestalten und Waren präsentieren“ räumten die Auszubildenden ‚ganz praktisch’ in der Bärenapotheke ein Regal -mit großem Ideenreichtum- ein. Mit einer Rose und der Aufforderung: „Seid offen für Neues“ gratulierte Boris Krieg den jungen Frau und überreichte mit der Klassenlehrerin und Christian Riehl die Zeugnisse. Stella Dänner bedankte sich als Klassensprecherin für das ‚sehr weitgehende schulische Engagement‘ der Lehrer und überreichte Klassenlehrerin Mengling-Schmidt zum Dank einen großen Blumenstrauß (Angelika Bott-Werner)  +++