"Dauert bis zu einem Jahr"

So findet jede Braut ihr perfektes Brautkleid


Fotos: Carolin Heitz

10.03.2017 / FULDA - Es gibt diese besonderen Kleidungsstücke, die einen Menschen ein Leben lang begleiten. Sie sind von besonderer zeitloser Schönheit, selbst wenn sie nicht mehr den aktuellen Trends entsprechend. Gemeint sind festliche Kleidungsstücke wie das Taufkleid des Kindes, das erste Paar selbstgekaufter Schuhe oder die Königin dieser Riege: das Brautkleid. Am schönsten Tag im Leben einer Braut soll es sie umschmeicheln, schmücken und bloß nicht kneifen oder zwicken. Der Weg zum eigenen Brautkleid ist für viele Frauen ein sehr emotionaler.

Möglicherweise auch ein Grund, warum viele Brautmodenhändler ihren Beruf als „den schönsten überhaupt“ bezeichnen würden. Sie sind dabei wenn zukünftige Bräute mit ihren ersten Erwartungen losziehen, wenn sie hin- und hergerissen sind und letztlich vor Glück Tränen fließen oder das Gesicht ein strahlendes Lächeln formt.

Der erste wichtige Schritt zum Braut-Glück ist laut Marion Hillenbrand vom Brautmodengeschäft „Die Braut“ in Fulda-Horas ganz simpel: „Die Kundin muss sich wohlfühlen, damit sie sich nicht verkleidet vorkommt.“ Deshalb hört die Expertin genau auf die Bedürfnisse ihrer Kundinnen und bietet ihnen eine große Auswahl hochwertiger Kleider. Ein Patentrezept für den Weg zum perfekten Kleid gibt es nicht. „Dafür sind unsere Kunden zu unterschiedlich.“



Trend und Traditionen

Natürlich gibt es aber auch in Sachen Brautkleid gewisse Trends. In wenigen Wochen bereits besucht Hillenbrand die erste Messe für 2018. Im aktuellen Heiratsjahr sind sowohl lange, als auch kurze Kleider beliebt. Viele bleiben aber gerade bei der kirchlichen Hochzeit traditionell und greifen zum langen Modell mit Schleppe. 2017 wählen außerdem viele Bräute Kleider im Vintage-Stil: mit zarten Rosétönen und romantischen Details. Beliebt sind zudem Organza und natürlich auch Prinzessinnenkleider mit viel Tüll.

Stets populär ist der Schleier. Ihn kann man in diversen Längen und mit den unterschiedlichsten Schmuckborten kaufen und so passend zu jedem Kleid tragen. Alternativen zum Klassiker sind Diademe, Haarreifen, Blumenkränze oder sogar Hüte. Expertin Hillenbrand empfiehlt, Accessoires immer mit dem Kleid gemeinsam zu kaufen, damit später alles genau zusammenpasst.

Der sicherlich wichtigste Tipp aber ist, rechtzeitig mit der Suche nach dem Brautkleid zu beginnen. Ist es erstmal ausgewählt, ist nämlich noch längst nicht alles geschafft. Es bedarf, gerade in der Hochsaison, möglicherweise einiger Zeit für Bestellung und Lieferung sowie Änderungen für den perfekten Sitz. „Es ist ein relativ langes Verhältnis, das wir zu unseren Kundinnen haben“, sagt Hillenbrand „das dauert zum Teil sogar bis zu einem Jahr an.“





Unzählige Danksagungskarten und Bilder glücklicher Brautpaare im Eingangsbereich bestätigen, dass die Kundinnen eben dieses lange Verhältnis schätzen. Der Online-Handel mit Brautmoden wächst stetig, doch er ist eben nicht so individuell und bietet weniger Unterstützung als der Fachhandel vor Ort. Kann man beim Versandservice dem alten Brauch nachkommen und mit gespartem Kleingeld bezahlen? Sitzt man gemeinsam mit Mama und Trauzeugin vor dem PC und ist gerührt, weil man das richtige Hochzeitskleid gefunden hat? Wohl kaum. Dabei ist die emotionale Komponente beim Brautkleid-Kauf doch so außerordentlich wichtig. „Und doch sitzen hier nicht alle Bräute und Begleitungen und zerfließen in Tränen“, sagt Marion Hillenbrand mit einem Augenzwinkern. Und selbst wenn: Hauptsache, wenn sie mit ihrem Kleid den Laden verlassen, siegt das Lächeln. (Sabrina Ilona Teufel) +++

Ein aufregender Rückenausschnitt mit Tattoo-Effekt und zarter Knopfleiste.

Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geborgtes, etwas Blaues.

Filigran gearbeitete Accessoires dürfen nicht fehlen.

Inhaberin Marion Hillenbrand (links) und Schneiderin Marianne Fink (rechts) bei der Arbeit.

Der ideale Schleier und die passenden Schuhe zum Traumkleid sind ein Muss.

Tiefe Rückenausschnitte sind ein absoluter Hingucker.





Ob als Halsschmuck oder...

als Gürtel - auffällige Blumen setzen verspielte Highlights.

Das Team von \"Die Braut\": Inhaberin Marion Hillenbrand und Schneiderin Marianne Fink (von links).



Dezent oder extravagant: die Auswahl an Schmuck und Accessoires ist vielfältig.